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Markentechnik Drucken E-Mail

Hans DomizlaffHans Domizlaff 1882-1971

Mit seinen Buchveröffentlichungen "Typische Denkfehler der Reklamekritik" (1929) und "Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens. Ein Lehrbuch der Markentechnik" (1939, 7. Auflage 2005) wurde er zum Begründer der Markentechnik. Domizlaff schuf Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts die Reemtsma-Marken Ernte 23 und R6. 1934 entwickelte er das Erscheinungsbild für Siemens, den so genannten "Siemens-Stil", das Vorbild für Corporate Design.

Markentechnik ist eine methodische Grundlage, um Marken erfolgreich zu führen, bestehenden Marken zu neuem Glanz zu verhelfen oder Marken aufzubauen. Wer oder was Marke wird oder bleibt, entscheidet zwar der Verbraucher. Interessant ist jedoch, dass das Thema Marke in der Regel nur Großkonzernen zugeordnet wird. Dabei stellt der Mittelstand die überwiegende Mehrzahl an Marken und Weltmarktführern. Wird dieses Potenzial erkannt und genutzt, lassen sich nicht nur Marktanteile ausbauen, sondern bessere Leistungen auch zum höheren Preis verkaufen.

„Ich habe eine lustige Geschichte zu erzählen“, sagte ein Talkshowgast und wollte gerade mit seiner Anekdote starten, als der Moderator ihm zuvorkam: „Ob sie lustig ist, werden wir entscheiden.“ Beim Phänomen Marke ist dies nicht anders. Statt zum Lachen sollen die Verbraucher zum Kauf bewegt werden, aber in beiden Fällen gilt, dass dies nur freiwillig geschehen kann. Wer es nicht komisch findet, wird nicht lachen, wer etwas nicht mag, wird es nicht kaufen.

So floppen jedes Jahr hunderte neuer Produkte, weil das Angebot nicht auf die Resonanz potentieller Käufer trifft. Auf der anderen Seite stehen weltweit erfolgreiche Marken, die mit ihren Leistung und Innovationen das Vertrauen der Kundschaft über Jahre gewinnen konnten und zur Marke wurden – Firmen wie Fischer, Erfinder des Dübels, die heute 1883 Patente ihr Eigen nennen; Würth, die mit Schrauben heute 6 Mrd. € im Jahr erwirtschaften und viele andere mehr.

Was machen die einen richtig und die anderen falsch? Wenn alles auf Freiwilligkeit beruht, was ist dann noch planbar?

Die schlechte Nachricht: eine Erfolgsgarantie auf dem Weg zur Marke gibt es nicht. Und: eine gute Agentur allein macht noch keine Marke.

Die gute Nachricht: Mit der Marken-Technik nutzen Sie ein Instrumentarium, das Ihnen hilft effizient zu kommunizieren, Vertrauen aufzubauen und sich vom Wettbewerb zu differenzieren.